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Spendearten – Stammzellen

Vollblutspende

Wenn für einen Patienten ein passender Spender gefunden worden ist, wird drei bis vier Wochen vor der eigentlichen Spende eine umfangreiche Untersuchung des Spenders durchgeführt. Für die Blutstammzellentnahme gibt es zwei Möglichkeiten:

Die Knochenmarkspende
Das Knochenmark wird aus den Knochen des Beckens entnommen. Es darf nicht mit dem Zentralnervensystem des Rückenmarks in der Wirbelsäule verwechselt werden! Durch mehrere Einstiche in den rechten und linken Beckenkamm wird das Knochenmark unter sterilen Bedingungen mit Punktionsnadel und Spritze abgesaugt. Die entnommene Menge richtet sich nach dem Körpergewicht des Empfängers und auch des Spenders und kann zwischen 0,5-1,5 l Blut-Knochenmark-Gemisch betragen.

Um die Entnahme schmerzlos und sicher durchführen zu können, erhält der Knochenmarkspender eine Vollnarkose. Der Eingriff dauert etwa 1 Stunde. Ein gesunder Organismus kann den Verlust in kurzer Zeit ausgleichen. Für die Knochenmarkentnahme ist ein 1-2tägiger Klinikaufenthalt erforderlich.

Die periphere Stammzellspende
Das Verfahren der peripheren Stammzellspende ist heutzutage die vorwiegend angewandte Methode. Hierbei gewinnt man die zur Transplantation benötigten Stammzellen aus dem Venenblut des Spenders. Dafür muss zunächst die Zahl der Stammzellen im Blut erhöht werden. Hierzu ist eine viertägige Vorbehandlung des Spenders mit dem Botenstoff G-CSF erforderlich. Das Medikament wird zweimal täglich unter die Haut gespritzt. Dieser Wachstumsfaktor entsteht auch auf natürliche Weise im menschlichen Organismus, z. B. bei Infektionen. Er bewirkt, dass Stammzellen vom Knochenmark in das periphere Blut übertreten. Zur eigentlichen Stammzellgewinnung benutzt man ein spezielles Verfahren, welches Stammzellapherese genannt wird. Bei dieser Methode wird das Blut des Spenders in einem ständigen Kreislauf aus einer Armvene durch einen Zellseperator geleitet und wieder zurückgeführt.

Die Spende wird ambulant in unseren Instituten durchgeführt. Es ist kein stationärer Aufenthalt mit operativem Eingriff und Narkose erforderlich.

Weitere Informationen rund um die Stammzellapherese erhalten Sie hier »