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Spendearten – Thrombozyten

Thrombozyten

Da Blut für den Körper so wichtig ist, muss er sich bei Verletzungen vor Blutverlust schützen. Blutplättchen haben dabei einen entscheidenden Anteil: Sie wirken bei einer Verletzung durch Verkleben mit den Wundrändern und dem Anhaften an dem aus den Gerinnungsfaktoren gebildeten Fibrinnetz wie ein „inneres Pflaster“ und leisten so „Erste Hilfe“ bei der Wundversorgung. Blutplättchen werden im Knochenmark gebildet und haben eine Lebensdauer von wenigen Tagen.

Wenn die Anzahl der Blutplättchen in Folge verschiedener Erkrankungen bzw. Tumorbehandlungen nicht mehr ausreicht, kann es zu lebensbedrohlichen Blutungen kommen. Diesen Patienten kann nur durch die Spende von frischen Blutplättchen geholfen werden. Blutplättchen sind nach der Entnahme ebenfalls nur wenige Tage haltbar.

Bei niedrigen Blutplättchenzahlen kommt es bei den Patienten zunächst zu kleinen Einblutungen in der Haut und Verlust von Blut auch beim Stuhlgang. Dies kann aufgrund des permanenten Blutverlustes an sich schon gefährlich sein. Bei einer weiteren Abnahme kommt es dann zu stärkeren Blutungen schon bei den kleinsten Verletzungen, am Ende verblutet der Patient. Der akute Mangel an Thrombozyten kann mit sogenannten Thrombozytenkonzentrate (= Blutplättchenkonzentrate) behandelt werden, diese weisen eine hohe Konzentration an Thrombozyten auf.

Auch wenn eine Herstellung aus Vollblutspenden möglich ist, so resultiert die spezifische Aufbereitung der Präparate mit dem Zusammenführen von Blutplättchen aus vier Vollblutspenden dazu, dass diese Präparate nicht für alle Patienten einsetzbar sind. Daher gibt es eine weitere Spendeart, die:

Mit modernen, maschinellen Spendetechniken gelingt es heute, aus der Spende eines einzigen Spenders ausreichend Blutplättchen für eine lebensrettende Transfusion zu gewinnen. Mit Hilfe eines Zellseparators wird das Blut aus der Armvene des Spenders entnommen. Bereits während der Spende werden die Blutplättchen von anderen Blutzellen abgetrennt und gesammelt, alle übrigen Blutbestandteile werden dem Spender wieder zurückgegeben.

Je nach Auswahl des Verfahrens und je nach Anzahl der Blutplättchen, die Sie als Spender „mitbringen“, beträgt die Spendezeit zwischen 60 - 90 Minuten für ein Blutplättchenkonzentrat. Nach der Spende empfehlen wir eine kurze Ruhepause, anschließend können Sie wie gewohnt unseren kleinen Imbiss genießen.

Jeder gesunde Mensch ab 18 Jahren darf nach individueller ärztlicher Entscheidung, Blutplättchen spenden. Wie bei jeder Blutspende müssen für die Zulassung zur Blutplättchenspende bestimmte körperliche Voraussetzungen erfüllt sein, wie z.B. gute Venenbeschaffenheit oder eine ausreichende Anzahl an eigenen Blutplättchen. Bitte bringen Sie zu jeder Spende einen gültigen Personalausweis sowie Ihren Spenderpass mit.

Bei diesem Produkt werden die Thrombozyten aus „normalen“ Vollblutspenden gewonnen. Dazu werden zunächst die roten Zellen und das Plasma vom Vollblut abgetrennt. Die verbleibenden weißen Zellen und Blutplättchen von jeweils vier Spenden werden gepoolt und die weißen Zellen entfernt. Trotz einer speziellen Lagerlösung sind auch diese Präparate nur wenige Tage haltbar. Aufgrund des Zusammenführens (Poolen) von Blutplättchen aus vier Ausgangsspenden kann dieses Präparat nicht für alle Patienten angewendet werden.

Wenn wir Ihr Interesse an einer Blutplättchenspende geweckt haben und wenn Sie bereit sind, durch Ihre Spende Leben zu retten, dann rufen Sie uns an oder kommen Sie in eines unserer Institute. Wir sind gerne bereit, alle Ihre Fragen zu beantworten.

Eine Thrombozytenspende ist in den Instituten Chemnitz, Cottbus, Dresden, Plauen, Potsdam, Schleswig und im Plasmazentrum Zwickau möglich.