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Gesunder Start ins neue Jahr: Mit einer Blutspende beim DRK Berliner Patienten helfen


DRK-Sonderblutspende am 14. und 15. Januar 2013 in Steglitz-Zehlendorf Ziel ist die Absicherung der Patientenversorgung mit lebensnotwendigen Blutpräparaten in Berliner Kliniken zum Jahresbeginn

Berlin, 4. Januar 2013 – Blutspenderinnen und Blutspender beim Deutschen Roten Kreuz starten selbst gesund ins neue Jahr. Doch viele schwerkranke Menschen, insbesondere Krebspatienten, überleben oft nur, weil gesunde Mitmenschen Blut spenden. Deshalb macht das DRK-Blutspendemobil Mitte Januar gleich an zwei Tagen hintereinander Station in Zehlendorf-Mitte.

DRK-Blutspendesonderaktion „Gesundes neues Jahr“ in Steglitz-Zehlendorf
14. und 15. Januar 2013, jeweils 12-18 Uhr im DRK-Blutspendemobil
Vor der Dorfaue, Kirchstrasse 2/Ecke Teltower Damm, 14163 Berlin-Zehlendorf
Bitte den Personalausweis zur Blutspende mitbringen!

Alle Spender an beiden Tagen erhalten neben dem traditionellen Imbiss nach der Spende einen Thermobecher als kleines Dankeschön für ihr engagiertes Handeln. Die ersten fünf Spender erhalten zudem vom Bezirksbürgermeister ein kleines Geschenk in Form eines Buches. Denn aus einer Blutspende von 500 Millilitern können drei lebensrettende Präparate gewonnen werden. Für viele Erkrankungen sind aus menschlichem Blut gewonnene Präparate oft die einzige Behandlungs- oder Heilungsmöglichkeit. Insgesamt 40 Minuten Freizeit (die Blutspende selbst dauert rund 5 Minuten) für die Blutspende und ein halber Liter Blut sind eine unkomplizierte Art, zum Lebensretter zu werden.

Blutspende als Gesundheitskontrolle
Doch auch der Spender hat mit seiner Blutspende ein wichtiges Instrument der Gesundheitskontrolle zur Verfügung: vor der Gabe an schwerkranke Patienten wird jede Blutspende sorgfältig auf mögliche Infektionen untersucht. Bereits seit 2008 bietet der DRK-Blutspendedienst Ost Spendern, die innerhalb von 12 Monaten drei Mal Blut spenden, zusätzlich auch den Gesundheitscheck an. Auf Wunsch werden ihnen dabei einige Zeit nach der Spende verschiedene Blutwerte und Testergebnisse, darunter beide Cholesterinwerte, Nierenwert sowie der Harnsäurewert und die Testung auf Syphilis und Hepatitis A, B und C, schriftlich zur Verfügung gestellt. Besonders wichtig sind aktuell Blutspenden der Blutgruppe Null Rhesus negativ. Nur ca. 6% der Bevölkerung haben diese Blutgruppe, die aufgrund ihrer besonderen Konstellation als "Universalblutgruppe" gilt und in einer Notfallsituation nahezu allen möglichen Empfängern verabreicht werden kann. Blut dieser Blutgruppe wird daher insbesondere von Notfall- und Rettungsstellen angefordert, die stets einen Vorrat vorhalten, damit in akuten Notfällen, wo unmittelbar transfundiert und ein hoher Blutverlust ausgeglichen werden muss, stets genügend Konserven zur Verfügung stehen.

Hintergrund
Gerade die Zeit nach den Feiertagen zum Jahreswechsel ist für den Blutspendedienst eine besondere Herausforderung. Durch die Reihe von Feiertagen, an denen keine Blutspendetermine stattfinden, fehlen zu Beginn des Jahres Blutspenden. Wenn Winterwetter dazu kommt, erschweren oder verhindern Eis und Schnee das Erreichen eines Spendeortes und damit die Spendebereitschaft. Durch Kälte steigt die Zahl an grippalen Infekten, während der Dauer des Infektes ist eine Blutspende vorübergehend nicht möglich. Blutpräparate sind jedoch nur kurze Zeit haltbar (35-42 Tage). Deshalb ist es besonders wichtig, dass gesunde Menschen gerade zu Beginn des Jahres bereit sind, mit einer Blutspende von einem halben Liter Blut die Behandlung schwerkranker Menschen mit aus menschlichem Blut gewonnenen Präparaten zu sichern.

Bezirksbürgermeister Norbert Kopp unterstützt die Aktion als Schirmherr: „Die Menschen in Steglitz-Zehlendorf sind sehr engagiert, wenn es darum geht gemeinschaftlich zu helfen. Täglich werden beim DRK-Blutspendedienst Ost insgesamt 1.500 Blutspenden aller Blutgruppen benötigt. Die hier entnommenen Blutspenden kommen Patienten in Berliner Kliniken zugute, dies ist für die meisten Blutspender eine wichtige Motivation.“

Warum ist Blutspenden beim DRK so wichtig?
Blutspender sind „Lebensretter“, etwa 75 Millionen Blutspenden werden weltweit pro Jahr benötigt. Mit einer Blutspende kann bis zu drei Schwerkranken oder Verletzten geholfen werden.

Sieben regional tätige Blutspendedienste des Deutschen Roten Kreuzes zeichnen verantwortlich für die flächendeckende, umfassende Versorgung der Patienten in der Bundesrepublik Deutschland rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr. Der Großteil der benötigten Blutspenden wird zur Behandlung von Krebspatienten während der Chemotherapie, Erkrankungen des Herzens, Magen- und Darmkrankheiten, Organtransplantationen und bei Sport- und Verkehrsunfällen eingesetzt.

Statistisch gesehen spenden jeden Tag ca. 15.000 Spender deutschlandweit ca. 7.500 Liter Blut für die Versorgung in ihrer jeweiligen Heimatregion beim DRK. In der Region Berlin, Brandenburg und Sachsen, die der DRK-Blutspendedienst Ost versorgt, werden allein ca. 1.500 Blutkonserven täglich benötigt, das sind 750 Liter Blut.

Wer darf Blut spenden?
Blutspender müssen mindestens 18 Jahre alt und gesund sein. Bei der ersten Spende sollte ein Alter von 65 nicht überschritten werden. Bis zum 71. Geburtstag ist derzeit eine Blutspende möglich, vorausgesetzt, der Gesundheitszustand lässt dies zu. Bei einer ärztlichen Voruntersuchung wird die Eignung zur Blutspende jeweils tagesaktuell auf dem Termin geprüft. Bis zu sechs Mal innerhalb eines Jahres dürfen gesunde Männer spenden, Frauen bis zu vier Mal innerhalb von 12 Monaten. Zwischen zwei Spenden liegen mindestens acht Wochen. Bitte zur Blutspende den Personalausweis mitbringen!

Alle Blutspendetermine in Berlin und Informationen zur DRK-Blutspende unter www.blutspende.de (bitte das Bundesland Berlin anklicken) oder über die Servicehotline 0800 11 949 11 (kostenlos erreichbar aus dem Deutschen Festnetz) Fotomaterial stellen wir gern zur Verfügung, bitte besuchen Sie unseren Pressebereich unter www.blutspende-ost.de - hier können Sie Fotos kostenlos downloaden