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Treue Seele des DRK seit vielen Jahren

Ulrike Hasse ist für ihr ehrenamtliches Engagement geehrt worden. Links Zschorlaus Bürgermeister Wolfgang Leonhardt Foto:DRK-BSD Nord Ost

Eine Überraschung hat es bei der Blutspendeaktion am 30.12.2019 in Zschorlau für eine ehrenamtliche Helferin gegeben. Etwas Wehmut mischte sich in die Freude, denn mit der Ehrung war ein Abschied verbunden.

Brötchen schmieren, den Tisch decken, für ausreichend Getränke sorgen - bei etwa 90 Blutspendern, die bei jeder Blutspendeaktion im Haus der Vereine in Zschorlau erwartet wurden, braucht es viele fleißige Hände. Eine der Frauen, die die Arbeit ehrenamtlich seit vielen Jahren für das Deutsche Rote Kreuz leistet, ist Ulrike Hasse. Sie bekam dafür am Montag, dem 30.12.2019 eine Anerkennung von Zschorlaus Bürgermeister Wolfgang Leonhardt.

Ulrike Hasse ist beim DRK schon über 20 Jahre tätig. Nicht nur in Zschorlau hat sie geholfen Blutspenden abzusichern, sie war ebenso in Erlabrunn, Breitenbrunn, Schwarzenberg, Schönheide, Bockau und Aue im Einsatz. Gerade im Winter war es für sie oft abenteuerlich, mit dem eigenen Auto zu den jeweiligen Spendeterminen zu fahren.
Altersbedingt möchte die 73-Jährige jetzt etwas kürzer treten. "Wenn Hilfe gebraucht wird, stehe ich aber jederzeit bereit", versicherte sie gegenüber Kevin Krenkel, der als Referent für Öffentlichkeitsarbeit des DRK-Blutspendedienstes Nord-Ost auch die Gelegenheit wahrnahm, einer der treuen Seelen Danke zu sagen.

Etwa 70 ehrenamtliche Helfer stehen über verschiedene Ortsvereine im ehemaligen Landkreis Aue-Schwarzenberg zur Verfügung. "Es könnten gern mehr sein, wir sind auch ständig auf der Suche nach neuen Mitstreitern". Rund 240 Blutspendetermine müssen im Raum Aue/Schwarzenberg übers Jahr abgesichert werden. Sechsmal wurde im zurückliegenden Jahr in Zschorlau die Möglichkeit angeboten, Blut zu spenden, für 2020 sind fünf Termine festgemacht. Laut Herrn Krenkel ist bei der Bereitschaft, Blut zu spenden, immer noch ein leichter Rückgang zu verzeichnen. Die Spender werden immer älter, gleichzeitig fehlt uns der Nachwuchs. Ab 18 Jahre und bis 73 Jahre darf man spenden, vorausgesetzt natürlich, man ist gesund.

Ulrike Hasse hat früher selbst Blut gespendet. Eigentlich wollte sie die 70 schaffen, hat es aber "nur" bis zu 68 Spenden gebracht. Viele der Leute, die sie bei den Blutspenden betreut, kennt sie mittlerweile gut. Ein Gespräch nach dem "Abzapfen" der 500 Milliliter gehört für die meisten mit dazu. Das Blutspenden sei auch eine Art "Gemeinschaftsereignis", an manchen Orten würden die Leute sehr lange zusammensitzen, so die Erfahrung der 73-Jährigen. "Wir sind ja auch dafür da, darauf zu achten, wie es den Leuten geht. Nach so vielen Jahren hat man einen Blick dafür, bei wem das nicht der Fall ist. Wichtig für jeden ist, vor und nach dem Spenden viel zu trinken", weiß die Helferin.


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Artikel veröffentlicht am 31.12.2019 von Heike Mann